akaryon erhält Gütezeichen für familienfreundliche Personalpolitik

Es ist offiziell: akaryon trägt das staatliche Gütezeichen für eine familienfreundliche Personalpolitik, „berufundfamilie“.
Bevor wir uns hier nur stolz auf die Brust klopfen, wollen wir euch mitnehmen auf den Weg, der dahin führte – denn er war mindestens genauso spannend wie das Ergebnis selbst.
Wie alles begann
Anfang 2026 starteten wir den mehrmonatigen Zertifizierungsprozess mit einer gehörigen Portion Neugier und dem Willen, uns selbst kritisch anzuschauen. Nicht: „Wir machen eh schon alles super“, sondern: „Wo können wir noch besser werden?“
Beständiger Begleiter in diesem umfangreichen Prozess war Franz Bodlos. In mehreren Workshops analysierten, diskutierten und stritten wir teilweise auch ordentlich darüber, wo unsere Stärken liegen und wo wir als Unternehmen noch nachschärfen müssen, damit Beruf und Familie bei akaryon wirklich zusammenpassen.
Ehrlich gesagt: Die Workshops waren richtig lebendig. Es ging nicht um trockene Theorie, sondern um sehr konkrete, ehrliche Gespräche darüber, wie unser Arbeitsalltag tatsächlich aussieht – mit allem, was gut läuft, und allem, wo noch Luft nach oben ist.
Der Blick nach innen: Unseren Mitarbeiter*innen zuhören
Ein zentraler Baustein im Prozess war eine anonyme interne Befragung aller Mitarbeitenden. Uns war wichtig, die Lage nicht nur von außen zu betrachten, sondern wirklich zu hören, wie es dem Team geht – ungefiltert und ohne dass jemand befürchten muss, dass ehrliches Feedback negative Konsequenzen hat.
Die Ergebnisse waren aufschlussreich und halfen uns, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren. Und weil eine einmalige Momentaufnahme nicht reicht, um Entwicklung sichtbar zu machen: Wir werden diese Befragung in regelmäßigen Abständen wiederholen, um zu sehen, wie wir uns entwickeln.
Der Blick nach außen: Von berufundfamilie erzählen
Wir erzählen anderen gerne davon, dass wir das staatliche Zertifikat für familienfreundliche Unternehmen tragen. Dafür gibt es mehrere Gründe – zwei davon möchten wir hervorheben:
Auch wir sind Teil eines wirtschaftlichen Systems, in dem wir uns im Wettbewerb behaupten, qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und halten sowie und spannende Aufträge bekommen möchten. Ein Siegel wie dieses kann dabei sicher eine positive Wirkung entfalten. Es geht uns aber um mehr: Ganz im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit – und Nachhaltigkeit ist für akaryon ein zentrales Thema – ist es uns wichtig, dass Menschen im Erwerbsleben als ganze Personen wahrgenommen werden, mit vielfältigen Verpflichtungen und Lebensbereichen auch außerhalb ihrer Lohnarbeit. Die notwendige Zeit für unbezahlte Care-Arbeit, ehrenamtliches Engagement und Regeneration soll sichtbarer werden und gesellschaftlich mehr Anerkennung erfahren.
Was wir bei akaryon nun konkret verändern
„Die Zertifizierung berufundfamilie ist für uns ein klares Signal – nach innen wie nach außen. Sie bestätigt, was wir seit Jahren leben: dass ein Unternehmen dann erfolgreich ist, wenn die Menschen dort gut arbeiten können. Darauf sind wir stolz und das wollen wir weiter ausbauen.“
Franz Niederl, Geschäftsführer akaryon GmbH
Teil des Zertifizierungsprozesses war es auch, tatsächliche Maßnahmen für die nächsten Jahre zur Zielerreichung zu benennen. Dabei entstand eine lange Liste und wir sind bereits mittendrin, die ersten beiden wahrnehmbaren Verbesserungen dauerhaft in die Tat umzusetzen:
Punkt 1: Information ist eine wichtige Managementaufgabe
Eines der zentralen Themen, das in der Befragung sichtbar wurde: Hunger nach mehr Information. In anderen Unternehmen funktioniert vieles einfach so nebenbei – ein Gespräch am Gang, ein Austausch in der Kaffeeküche, und schon weiß man in etwa, woran das Nachbarteam gerade arbeitet. Im Homeoffice fällt genau dieser informelle Austausch weg. Es gibt keinen Flurfunk, keine zufällige Begegnung an der Kaffeemaschine – und damit auch keinen beiläufigen Einblick in Projekte, mit denen man nicht direkt zu tun hat.
Als wir noch ein kleineres Team waren, funktionierte das auch online noch ganz gut, weil insgesamt weniger Projekte vorhanden waren und der informelle Austausch durch die Mitarbeit in mehreren Projekten oft gegeben war. Nun haben wir eine Mitarbeitendenzahl erreicht, angesichts derer es den Aufbau einer Struktur zur Informationsweitergabe benötigt.
Unsere Antwort darauf: Wir legen bei unseren monatlichen Meetings jetzt gezielt den Fokus darauf, dass alle Mitarbeitende auch über Projekte und Tätigkeiten informiert werden, in die sie nicht direkt involviert sind. So bleibt der Überblick über das große Ganze erhalten – ganz unabhängig davon, woran man selbst gerade arbeitet.
Punkt 2: Weiterbildung: raus aus dem Wildwuchs, rein in die Struktur
Weiterbildung ist gerade in unserer innovativen Branche wichtig. Die absolvierten Weiterbildungen der einzelnen Mitarbeitenden waren bislang nicht zentral abgelegt. Daher haben wir nun eine interne Weiterbildungsdatenbank aufgebaut. Struktur und Transparenz statt digitaler Zettelwirtschaft und Zufallswissen ermöglicht einen raschen Überblick, welche Kompetenzen, Zertifizierungen und Ausbildungen bei akaryon vorhanden sind.
Ausblick: Was als Nächstes kommt
Für die kommenden Jahre haben wir uns weitere Maßnahmen vorgenommen, unter anderem:
- Mehr Durchblick im Arbeitsalltag
Wir sehen uns genauer an, wie Aufgaben und Projekte im Team zusammenhängen und wie Prioritäten gesetzt werden – damit für alle klarer wird, wer wann woran arbeitet. - Regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitenden mit Raum für Vereinbarkeit
Wir haben vor, diese Gespräche wieder in regelmäßigeren Abständen zu führen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll darin fix ihren Platz haben. - Wiederholen der Mitarbeitendenbefragung
Wir bleiben dran! Die Mitarbeitendenbefragung wird, wie bereits erwähnt, regelmäßig wiederholt, damit wir sehen, ob unsere Maßnahmen tatsächlich wirken – und wo wir nachjustieren müssen.
Ein Danke an alle, die mitmachten
Diese Auszeichnung ist kein Zertifikat, das man einfach so bekommt – sie ist das Ergebnis von ehrlichem Feedback, offenen Diskussionen und dem Willen, sich als Unternehmen weiterzuentwickeln. Danke an Franz Bodlos für die kompetente Begleitung durch den Prozess, und danke an unser gesamtes Team, das sich mit voller Offenheit eingebracht hat.
Wir bleiben dran – und gehen davon aus, dass diese Maßnahmen das Betriebsklima weiter verbessern. Konkrete Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch abseits der Befragungen willkommen.
