„Guten Abend aus China, guten Morgen nach Südamerika und einen schönen Mittag nach Europa!“ – selten passt ein Begrüßungssatz so gut zu einem Projekt wie dem Circularity Optimizer. Denn auch unser Tool spannt einen Bogen einmal um die Welt: Von Österreich nach China, von innovativen Städten zu dynamischen Regionen, von Visionen zur Umsetzung.
Mit 27 Teilnehmenden aus mehreren Kontinenten fand unser jüngstes Webinar statt – eine letzte große Runde mit unseren chinesischen Partnern, bevor das Projekt in China in die Phase der Verbreitung und Weiterentwicklung geht. Der Austausch war intensiv, thematisch tiefgehend und vor allem eines: verbindend.
Innovation über Kontinente hinweg
Europa und China arbeiten im Projekt „URBAN MENUS Circularity China – Resilient Circularity Optimizer for Urban Systems“ eng zusammen. Die Idee: Innovationen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam Werkzeuge zu entwickeln, die Städte widerstandsfähiger, ressourceneffizienter und zukunftsfähiger machen.
Im Webinar wurden die verschiedenen Tool-Teile der Partner vorgestellt – ein richtiger Deep Dive. Besonders schön zu sehen: Die Vortragenden knüpften an die Inhalte der jeweils anderen an. Es wurde deutlich, wie sich die Bausteine des Projekts nun – gegen Projektende – zu einem stimmigen Ganzen verbinden.
Unsere Motivation: Städte neu denken
Wir möchten:
- einseitige Entscheidungen hinterfragen,
- Kooperationen in produktiven Städten neu gestalten
- und Ressourcenverluste drastisch reduzieren.
Denn resiliente Städte und eine grüne Wirtschaft entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch ganzheitliche Betrachtung, vernetzte Systeme und die aktive Einbindung der Gesellschaft. Unser im Projekt entwickelter Technologiekatalog zeigt, wie viele innovative Lösung auf ihren Einsatz warten.
Unser Ansatz: Holistisch, digital und partizipativ
Herzstück ist die Weiterentwicklung von URBAN MENUS, einem webbasierten 3D-Tool, das Zukunftsvisionen von Städten visualisiert – inklusive ökonomischer, sozialer und ökologischer Auswirkungen. Es wurde bereits durch österreichische Förderstellen gefördert und in Pilotprojekten, u. a. in Bulgarien und Indien, eingesetzt.
Mit dem Projekt ist nun etwas noch Größeres entstanden – ein Prototyp, der:
- 3D-Vorschauen symbiotischer grüner Technologien bietet,
- lokale Daten nutzt, um reale Auswirkungen zu berechnen,
- Stakeholdern die gemeinsame Entscheidungsfindung erleichtert
- und eine neue Qualität der Szenarienentwicklung ermöglicht.
Entscheidungen werden dadurch schneller, transparenter und nachvollziehbarer – selbst wenn unterschiedliche Interessen im Raum stehen. Genau hier entfaltet das Tool seine Stärke: Es macht Zielkonflikte sichtbar und hilft, tragfähige Kompromisse zu erzielen, mit denen alle leben können

akaryons Beitrag: ESG-Cockpit als Backend, mit dem zu rechnen ist
Um die Indikatoren intuitiv darstellen zu können, benötigt es im Hintergrund eine Erfassung von vielen Einzeldaten und eine Systematik für die Wirkungsabschätzung. Ein Datenkatalog und Algorithmen wurden im Rahmen des Projektes von akaryon entwickelt und mit Daten aus den beiden Fallstudien aus Österreich und China validiert. Die Datenerfassung und -berechnung erfolgt im ESG-Cockpit. Über eine API werden die Daten von URBAN MENUS abgerufen und visualisiert.
Erkenntnisse aus dem Webinar: Chancen und Herausforderungen
Spannend im Webinar war die Mentimeter-Umfrage:
Alle waren sich einig – Circularity Optimizer kostet Geld. Doch die Stakeholder-Gruppe, die über die nötigen Finanzmittel verfügt (Private & Investoren), wurde von den Teilnehmenden als am wenigsten motiviert eingeschätzt, den Prozess zu starten. Gleichzeitig wird am ehesten erwartet, dass öffentliche Stellen – mit oft knappen Budgets – den ersten Schritt machen.
Genau hier kann unser Tool unterstützen: durch klare Daten, transparente Szenarien und belastbare Entscheidungsgrundlagen, die von allen Stakeholdern akzeptiert werden.
Strategischer Ausblick: Wohin geht die Reise?
In der abschließenden Diskussion zu Geschäftsmodellen und strategischer Weiterentwicklung wurden drei zentrale Punkte hervorgehoben:
- Lokale Daten, lokale Bedürfnisse, lokale Strategien
- Schrittweise Einführung in unterschiedlichen Regionen, begleitet von Training und Kapazitätsaufbau
- Kooperationen, die internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer stärken
Und jetzt? Unsere „Hausaufgaben“ – und Ihre Chance!
Damit aus Ideen Wirkung wird, brauchen wir Verbündete. Unser Team ist aktiv auf der Suche nach:
- Partnern, die unsere Ideen mit uns weiterentwickeln möchten
- Pilotprojekten, in denen der Circularity Optimizer zum Einsatz kommen kann
- Institutionen, die Interesse an Capacity Building haben
- Menschen und Organisationen, die jemanden kennen, der jemanden kennt…
Wenn Sie sich angesprochen fühlen: Melden Sie sich gerne!
